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Einbruch im Unternehmen – Wie handeln Sie richtig?

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Jede Firma kann es treffen egal ob Büros, Industrie, Einzelhandel oder Gastronomie: Einbruch! Und plötzlich ist alles anders. Neben den oft hohen Sachschäden, Verwüstung oder Vandalismus können auch psychische Auswirkungen bei Mitarbeitern hinzukommen. Für jedes Unternehmen ist das ein Ernstfall, mit dem man nicht rechnen möchte. Doch mit dem richtigen Verhalten und organisatorischer Vorbereitung kann man bereits präventiv und auch während der Tat viel zum Schutz von Unternehmen und Angestellten tun.

 

Firmendiebstahl, Einbruch, Überfall - Die Gefahr ist allgegenwärtig

Wer hat noch nicht davon gehört? Überfalle im Einzelhandel und Einbrüche in Gewerberäume sind schon lange keine Seltenheit mehr. Jedes Jahr gibt es viele tausend Einbruchfälle, die Dunkelziffer ist weitaus höher. Zwar geht die Zahl der Überfälle jährlich zurück, da die Überwachungstechnik immer besser wird, dennoch sehen viele Täter die schnelle Beute in Firmen.

Jeder hat darüber schon einen Artikel in der Zeitung gelesen, eine Reportage im Fernsehen gesehen oder einen Bericht im Radio gehört. Im schlimmsten Fall ist das Unternehmen bereits einmal zum Opfer von Einbrechern und Überfalltätern geworden. Doch was macht man im Alarmfall und wie verhält man sich richtig? Wie immer gilt: Es kommt darauf an. Jeder Überfall ist anders und jeder Täter wird anders reagieren. Die meisten Täter sind Einzel- oder sogar Ersttäter, Impulseinbrecher, die die beste Gelegenheit nutzen. Es bleibt also nur eine Frage der Zeit, wann und wo das nächste Mal eingebrochen wird. Was sie wollen, ist das schnelle Geld oder Daten oder Waren, die sich schnell verkaufen lassen.

Einbruchschutz für Unternehmen ist Chefsache

Jedem Geschäftsführer sollten die Risiken eines Einbruchs in das Unternehmen bewusst sein. Wer die Augen davor verschließt, steht in der permanenten Gefahr sich und seine Firma zum Opfer von Einbruch, Diebstahl oder Vandalismus werden zu lassen. Nicht zuletzt deshalb sind präventive Maßnahmen zum Schutz des Betriebs für jeden Verantwortungsträger Pflicht. Hier stellt sich die Frage: Welche Sicherheitsmaßnahmen kann ein Geschäftsinhaber für seine Mitarbeiter im Vorfeld treffen? Es sollte ein umfassendes Sicherheitskonzept erstellt werden, in das neben der Geschäftsführung und den Mitarbeitern auch die Polizei mit einbezogen wird. Diese kann beratend zur Seite stehen und auf mögliche Schwachstellen im Unternehmen hinweisen. Bei den Mitarbeitern gilt es vor allem eine Sensibilisierung zu erreichen: Wird die Kasse am Abend immer geleert? Ist die Alarmanlage scharf zu schalten? Sind die Fenster beim Feierabend geschlossen?

Neben diesen informativen Aspekten kann aber auch technisch vorgesorgt werden. Das größte Problem für Unternehmen ist sicherlich die Zeit, in der keiner im Betrieb anwesend ist. An Wochenenden, abends und nachts oder auch an Feiertagen sind die Chancen für Einbrecher gut. Hier gilt es anzusetzen und mit einer Alarmanlage und Fernüberwachung dafür zur sorgen, dass auch in der betriebsfreien Zeit ein Einbruch in jedem Fall registriert und bearbeitet wird. Durch die Alarmverifikation per Video- und Audiotechnik kann das ganz einfach aus der Ferne passieren, ohne dass ein Wachdienst anwesend sein muss. Durch diese Alarmvorprüfung wird es möglich die Polizei unmittelbar hinzuzuziehen.

Auch durch ein geregeltes Zutrittsmanagement können Fremde und Nicht-Zugangsberechtigte davon abgehalten werden in Bereiche zu gelangen, wo sie nicht hin sollen. Mit Funk-Chips oder Fingerprint-Sensoren können Berechtigungen ganz einfach verteilt und auch wieder entzogen werden.

Richtiges Verhalten während des Einbruchs

Leichter gesagt als getan, aber vor allem ist es wichtig im Ernstfall Ruhe zu bewahren. Mitarbeiter sollten in Sicherheit gebracht werden und möglichen Anweisungen der Täter Folge geleistet werde. Gibt es die Möglichkeit einen Stillen Alarm per Überfallsender auszulösen, ist das die beste Möglichkeit auf die Tat aufmerksam zu machen. Schafft es jemand sich wichtige Informationen und Merkmale eines Täters zu merken, können diese der Polizei später dabei helfen, die Fahndung aufzunehmen. Einer der Hauptpunkte dabei ist, in welche Richtung der Täter flüchtet, denn dies grenzt die räumliche Tätersuche ein. Zusätzlich können folgende Merkmale des Täters wichtige sein

  • Geschlecht
  • Alter
  • Größe
  • Statur
  • Kleidung
  • Haarfarbe und Frisur
  • Auffälligkeiten (Tattoos, Piercings, Brille, Narben, Bart etc.)
  • Waffe
  • Beute und Transportart
  • Fluchtfahrzeug (Kennzeichen, Typ, Farbe)
  • Fluchtrichtung

 

Unterstützung für die Rekonstruktion und den Gedankenanstoß gibt es bei der Berufsgenossenschaft für Handel und Warenlogistik. Hier kann man anhand eines Fahndungsblattes genaue Tätermerkmale festhalten, um diese an die Polizei zu übergeben.

Firmeneinbruch – Schnell reagieren, Täter vertreiben

Findet ein Einbruch statt, zählt jede Sekunde, um größeren Schaden zu verhindern. Täter müssen so schnell es geht vertrieben werden, damit keine Ware gestohlen oder Inventar zerstört werden kann. Mit Täteransprache in Echtzeit bietet die moderne Sicherheitstechnik inzwischen eine schnelle und unkomplizierte Lösung, um die Täter aus der Ferne zu vertreiben. Zusätzlich werden keine personellen Ressourcen der Gefahr ausgesetzt, potenziell gewaltbereiten Tätern gegenübertreten zu müssen.

Hierbei gilt: Je schneller ein Einbruch unterbrochen und Täter vertrieben werden können, umso höher sind die Chancen Vandalismus und Sachschaden gering zu halten. Dreh- und Angelpunkt eines solchen Vorgehens ist auch die Aufschaltung der Alarmanlage auf eine Notruf- und Serviceleitstelle, bei der der Alarm eingeht und bearbeitet wird.

Was tun nach einem Einbruch oder Überfall im Unternehmen?

Aufgebrochene Türen und Fenster, gestohlenes Inventar und Verwüstung – Der erste Schock sitzt Unternehmern nach einem Einbruch häufig noch in den Knochen. Jetzt gilt es schnell zu handeln und alle wichtigen Punkte abzuarbeiten. Ein Überblick über die wichtigsten Schritte nach einem Einbruch oder Überfall in eine Firma:

1. Polizei informieren: Unmittelbar nach dem Entdecken der Schäden sollte die Polizei hinzugezogen werden. Bevor die Beamten nicht da waren, sollte noch nicht auf- und umgeräumt werden. Die Polizei sichert Beweise und Spuren.

2. Schadensaufstellung: Eine umfassende Auflistung der Schäden hilft dabei, den Sachschaden zu beziffern. Je genauer die Liste mit Informationen zu den gestohlenen Wertsachen gepflegt ist, umso präziser kann die Schadensregulierung erfolgen. Hierbei lohnt es sich, wenn Kassenbelege von Investitionen aufgehoben und archiviert wurden.

3. Zugänge prüfen: Häufig werden bei einem Einbruch Türen, Fenster oder Schlösser zerstört, damit die Täter in das Gebäude gelangen. Diese Zugänge sollten so schnell wie möglich geprüft und wieder instandgesetzt werden, um das Unternehmen zu sichern. Die Kosten können auf den Vermieter oder die Versicherung umgelegt werden.

4. Versicherung informieren: Möglichst zeitnah nach dem Einbruch sollte die Betriebsversicherung informiert werden. Mit dieser wird geklärt, wie die nächsten Schritte sind, welche Unterlagen benötigt werden, was ausgezahlt werden kann und wann mit den Geldern zu rechnen ist.
 
5. Mitarbeiter informieren: Die psychischen Folgen eines Einbruchs sind bei Mitarbeitern auch ohne direkte Beteiligung häufig zu spüren. Ihr Sicherheitsgefühl am Arbeitsplatz scheint gestört. Das Angebot eines Notfallpsychologen zur Gesprächsführung über die Ereignisse kann Angestellten helfen die Situation zu verarbeiten. Hier sind im Nachgang klare Impulse zu setzen und den Mitarbeitern zu zeigen, dass man sich um sie sorgt und für präventive Maßnahmen sorgt.
 
6. Ersatzinventar organisieren: Wurden Computer entwendet, Drucker demoliert oder Spezialwerkzeuge geklaut kann das die Betriebsfähigkeit beeinträchtigen. Um Ausfälle zu verhindert ist es sinnvoll, schnell für Ersatz zu sorgen. Auch für die Wiederherstellung der IT-Systeme ist genügend Zeit einzuplanen.
 
7. Notfall-Tafel aushängen: Im Ernstfall hat man selten die Zeit wichtige Nummern oder Adressen herauszusuchen. Eine Tafel mit Notfalldaten kann zentral im Unternehmen ausgehängt werden und dient für alle Mitarbeiter als analoge Anlaufstelle mit allen relevanten Daten.
 
8. Geschäftspartner informieren: Ist es absehbar, dass der Betrieb einige Zeit lang stillstehen wird, sollten wichtige Geschäftspartner informiert werden. Bei längerer Ausfallzeit ist es auch sinnvoll im Rahmen einer offenen Kundenkommunikation alle Kunden zu informieren, falls Projekte dadurch in Verzug geraten.

 

Für weitere Fragen und Informationen zu unseren Produkten und Leistungen steht Ihnen unser TURM Team per Telefon, E-Mail und im persönlichen Gespräch gerne zur Verfügung.

Ihr TURM Sicherheitstechnik Team

 

 

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